Dialogforum

Dialogforum Wohnpark Paulshöhe Schwerin
Quelle: Protokoll Dialogforum erste Sitzung am 15.09.2020

Das Dialogforum zum Bebauungsplan Wohnpark Paulshöhe sollte Vorschläge zu den städtebaulichen Planungszielen erarbeiten.

  • Art der Bebauung: In welchem Umfang soll eine Wohnbebauung erfolgen und in welchem Umfang können die Interessen der im Stadtteil ansässigen Bildungseinrichtungen und Sportvereine berücksichtigt werden?
    Die Teilnehmer des Dialogforums schlagen vor, dass der Wohnpark Paulshöhe kein reines Wohngebiet werden soll. Für Wohnungen wurde nur einen Flächenanteil von dreißig Prozent vorgesehen. Dabei wird gemeinwohlorientiertes bzw. sozial-inklusives Wohnen favorisiert. Gewünscht wird ein lebendiger Treffpunkt für den gesamten Stadtteil. Vorgeschlagen wird außerdem ein offener Schul-Campus (zum Beispiel der Waldorfschule) mit einem Flächenanteil von etwa vierzig Prozent. Die Kanurenngemeinschaft soll zudem eine kleine Fläche temporärer nutzen können. Zur Art der künftigen Gebäude wurden keine Aussagen getroffen.
     
  • Maß der Wohnbebauung: Welches Maß der baulichen Nutzung ist ortsbezogen und wie können sozial gemischte Bevölkerungsstrukturen erreicht werden?
    Nach Vorschlag des Dialogforums soll sich das neue Quartier in Art und Maß der Bebauung in das Umfeld einfügen, um den Charakter des Schlossgartenviertels zu erhalten. Es sollen maximal zwei- bis dreigeschossige Gebäude entstehen. Wie eine sozial gemischte Bevölkerungsstruktur im Wohnpark Paulshöhe erreicht werden könnte, wurde nicht ausgeführt.
     
  • Verkehrliche Erschließung: Wie kann das Plangebiet verkehrlich erschlossen werden?
    Zur Erschließung wurden keine Vorschläge gemacht. In der skizzierten Flächenverteilung wird lediglich mit schwarzen Pfeilen angedeutet, aus welcher Richtung der Wohnpark Paulshöhe erschlossen werden könnte.
     
  • Sonstige Planungsziele: In welchem Umfang können öffentliche Belange wie Baukultur und Klimaschutz berücksichtigt werden?
    Nach Vorschlag des Dialogforums soll eine Zertifizierung als nachhaltiges Stadtquartier angestrebt werden. Der Wohnpark Paulshöhe soll ein autoarmes Quartier werden, um die Verkehrsbelastung für das Umfeld zu minimieren und die Flächen optimal zu nutzen. Das nötige Regenauffangbecken soll für ein besseres Mikroklima und zur Förderung der Biodiversität als Biotop-Teich gestaltet werden. Für das künftige Quartier soll ein gemeinsames Energiekonzept erstellt werden. Vorgeschlagen wird ein städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb (inkl. Mobilitätskonzept) auf der Grundlage von Vorgaben, die von der Stadtverwaltung in einem transparenten öffentlichen Dialog mit der Stadtpolitik, Interessierten und möglichen künftigen Nutzern entwickelt werden sollen.
     
  • Realisierung der Planung: Welche Optionen hat die Landeshauptstadt Schwerin unter Berücksichtigung ihrer finanziellen und personellen Ressourcen zur Realisierung der Planung?
    Zu den finanziellen und personellen Ressourcen wurden keine Aussagen gemacht. Das Finanzdefizit der Stadt Schwerin wurde nicht thematisiert.

     

Vorschlag des Dialogforums zur Aufteilung der Fläche im Wohnpark Paulshöhe Schwerin
Die vom Dialogforum vorgeschlagene mögliche grobe Nutzungsstruktur (ungefähre Lage und Flächengröße) - skizziert nicht den genauen Verlauf von Grundstücksgrenzen oder Straßen.

 

Hier die Empfehlungen des Dialogforums Paulshöhe als PDF vom 24. November 2020

 

Das Gremium setzte sich aus folgenden Personen zusammen: 

  1. Herrn Steffen Laser (Geschäftsführer des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.)
  2. Frau Betina Jäger (Geschäftsführerin der Waldorfschule)
  3. Herrn Miachael Nowack (Geschäftsführer der Kanurenngemeinschaft)
  4. Herrn Ramon Teller (Anwohner des Schlossgartens)
  5. Herrn Clemens Paulsen (Anwohner des Schlossgartens) - als Ersatz für Jasmin T.
  6. Frau Yvonne Tietz (Anwohnerin des Schlossgartens)
  7. Frau Annemarie Garben (Bürgerin der Stadt Schwerin)
  8. Herrn Christoph Bai (Bürger der Stadt Schwerin)
  9. Herrn David Ahrens (Bürger der Stadt Schwerin)
  10. Herrn Stephan Martini (Bürger der Stadt Schwerin)
  11. Herrn Torsten Berges (Bürger der Stadt Schwerin)
  12. Herrn Peter Cords (Bürger der Stadt Schwerin) nahm nur an der Auftaktsitzung teil.

Die drei TeilnehmerInnen aus dem Schlossgartenviertel und die sechs TeilnehmerInnen aus anderen Schweriner Stadtteilen wurden am 1. September 2020 öffentlich ausgelost. Von Seiten der Schweriner Stadtverwaltung nahm der Fachdienst „Stadtentwicklung und Wirtschaft“ am Dialogforum teil.